Wer ich bin

Ich bin 31 Jahre alt, verheiratet und arbeite als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität St. Gallen.

Ich bin stolz darauf, dass meine Eltern als sogenannte „Nichtakademiker:innen“ mir diesen Weg bis zur Promotion ermöglicht haben.

Sie haben mir und meinem Bruder vorgelebt, dass es sich lohnt hartnäckig seine Ziele zu verfolgen. Meine Eltern haben beide eine Lehre im Gartenbau absolviert, mein jüngerer Bruder ist gelernter Zimmermann.

Sie alle sind Jahre nach der Ausbildung auf die Meisterschule gegangen und haben dafür finanzielle Engpässe und eine längere Trennung von ihren Kindern auf sich genommen.

Ich konnte auf die Universität gehen, weil die sozialliberale Regierung unter Willy Brandt die Hochschulen geöffnet hat.

Von diesem Bildungsaufbruch ist heute nur noch wenig zu spüren.

Nur 27 von 100 Kindern aus Nichtakademikerfamilien beginnen ein Studium, im Vergleich zu 79 Prozent der Kinder von Akademiker*innen.

Dass der Bildungshintergrund der Eltern im Jahr 2020 immer noch zu einem großen Teil die Bildungsbiografie von Kindern in Deutschland erklärt, treibt mich um.

Ich möchte, dass jeder Mensch den Bildungsweg gehen kann, der es ihm ermöglicht, seine Träume zu verwirklichen.

Kinder, die von ihren Eltern bei der Verwirklichung dieser Träume nicht unterstützt werden können, haben Anspruch auf einen Staat, der sie unterstützt.

Deshalb setze ich mich für Gebührenfreiheit von der Kita bis zur Meisterschule oder der Hochschule und für eine exzellente personelle und finanzielle Ausstattung aller Bildungseinrichtungen ein.

1989

Geburt

Ich bin 1989 in Lörrach als erste von zwei Kindern geboren und in der Gemeinde Hohberg im Ortenaukreis aufgewachsen. Das Leben in einer Grenzregion hat mich geprägt. Hier wird der europäische Zusammenhalt nicht nur gepredigt sondern gelebt.

1995

Meine Schulzeit in der Grundschule und am Klostergymnasium in Offenburg habe ich in guter Erinnerung. Hier war ich Klassensprecherin und außerdem in meinem Heimatdorf bei den Ministranten und im Musikverein als Klarinettistin aktiv.
Schulzeit

2005

Finnland
Das 11. Schuljahr durfte ich dank eines Stipendiums der Baden-Württemberg-Stiftung in der Stadt Kaustinen im Westen Finnlands verbringen. Diese Zeit und auch meine Zeit als Freiwillige im indischen Bangalore nach dem Abitur haben mich sehr wachsen lassen. Ich bin davon überzeugt, dass der persönliche Austausch zwischen Menschen unterschiedlicher Länder einen großen Beitrag für eine friedliche und solidarische Welt leistet.

2008

Kurz nach meinem Abitur, im Dezember 2008, bin ich in die SPD eingetreten. Es gab hierfür kein ausschlaggebendes Ereignis. Vielmehr habe ich gemerkt, dass ich die Grundwerte der Sozialdemokratie – Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität – teile und mich dafür in der Gesellschaft einsetzen möchte.

Eintritt in die SPD

2009

Studium
Im Jahr 2009 habe ich in Konstanz mein Studium der Politik- und Verwaltungswissenschaften begonnen. Dass das für mich als Kind zweier „Nichtakademiker*innen“ auch heute nicht selbstverständlich ist, habe ich erst spät realisiert. Nur 27 von 100 Kindern aus Nichtakademikerfamilien beginnen ein Studium, im Vergleich zu 79 Prozent der Kinder von Akademiker*innen.

2011

Während meines Bachelors konnte ich dank eines Erasmus-Stipendiums und eines Stipendiums der Friedrich-Ebert-Stiftung ein Semester in Paris studieren. Auch danach habe ich immer wieder für Arbeitsaufenthalte im Ausland gelebt, unter anderem in Brüssel, Washington D.C. und Boston.
Paris

2012

Jusos
Nach meinem Eintritt in die SPD habe ich angefangen, mich bei den Jusos zu engagieren – erst in der Ortenau, dann zunehmend auf Landesebene. Von 2012-2014 war ich stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos Baden-Württemberg.

2015

Seit 2015 arbeite ich an der Universität St. Gallen als wissenschaftliche Mitarbeiterin zur Frage nach der Zukunftsfähigkeit dualer Ausbildungssysteme. Zu diesem Thema habe ich auch promoviert.

Berufseinstieg

2016

Kommunalwahl 2014

2016 wurde ich zur Vorsitzenden des Konstanzer SPD-Ortsvereins gewählt. Mit über 350 Mitgliedern einem der größten Ortsvereine Baden-Württembergs.

2019

Im Mai 2019 wurde ich in den Kreistag gewählt um mich für die Menschen im Landkreis Konstanz einzusetzen. Ich bin Sprecherin der SPD-Fraktion im Kultur- und Schulausschuss und vertrete außerdem meine Fraktion im Technischen und Umweltausschuss.

Kreistag

2020

Dozentin

Im September 2020 habe ich erfolgreich meine Doktorarbeit verteidigt. Seitdem arbeite ich als Post-Doc und Dozentin an der Universität St. Gallen.

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